Warum ein jährlicher Bonus eine schlechte Idee ist!

Ein jährlicher Bonus wird meistens an zu erreichende Ziele gebunden und variiert je nach Erreichung. In der IT ist es schwer immer SMART Ziele zu finden. Auch ist es fraglich, wie stark ein Bonus motiviert. Hierzu kann ich die sehr unterhaltsame Präsentation What Motivates You! empfehlen.

Nehmen wir mal an du bekommst ein Gehalt von 1000 Gummibärchen und einen Bonus von 200 Gummibärchen am Ende eines Jahres. Welche Zahl nennst du, wenn du jetzt beim Grillen mit Freunden über dein Jahresgehalt sprichst?

a) 1000
b) 1200
c) 3500

Für die Betrachtung schließen wir Antwort c) aus:) Vermutlich ist dann deine Antwort a).

Wenn der Bonus an deine Leistung und dein persönliches Engagement gekoppelt ist, d.h. etwas was du selbst beeinflussen kannst, wie fällt dann deine Antwort aus? Ich vermute es bleibt bei a). Warum ist das so? Weil nach einem Jahr Arbeit du deine Führungskraft „überzeugen“ musst, gleich gut oder besser performt zu haben. Du hast vermutlich das Gefühl: Es liegt nicht in meiner Hand.

Nehmen wir an, du hast mehrere Jahre hintereinander einen Bonus von 200 Gummibärchen bekommen. Welchen Bonus erwartest du zu deinem nächsten Performance Gespräch? Ich denke deine Antwort ist 200 oder mehr.

Fassen wir es zusammen: Du erwartest jedes Jahr deinen Bonus, aber rechnest ihn nicht mit in dein Jahresgehalt ein, da er für dich unberechenbar wirkt. Klingt nicht optimal.

In meinem privaten Blog-Post hatte ich den Gedanken das System umzudrehen. Statt wie gewöhnlich mit steigendem Gehalt den variablen Anteil zu erhöhen, dreht man dies um. Neue Mitarbeiter erhalten in diesem Modell einen hohen variablen Anteil. Mitarbeiter, deren Potential und Leistungsfähigkeit konstant und gut ist, bekommen ein höheres Fixgehalt und weniger oder keinen variablen Anteil. Zugegeben, dieses Modell lässt sich so nicht wirklich in die Realität umsetzen.

Bei Hypoport IT haben wir eine sehr gute Alternative gefunden: Den* Vertrauensbonus*.

Hypoport vertraut darauf, dass unsere Mitarbeiter sich wie im Vorjahr mit voller Kraft für unsere Unternehmensziele einsetzen. Der Bonus des Vorjahres wird deshalb aufgeteilt auf 12 Monate im Voraus gezahlt. Rechtfertigt die Leistung einen höheren Bonus wird nachgezahlt. Der neue Bonus bildet dann wieder die Basis für die monatlichen Bonuszahlungen im Folgejahr.

Durch die monatliche Vorauszahlung des Vertrauensbonus entstehen folgende Vorteile:

  • Der Mitarbeiter erhält eine garantierte, höhere monatliche Gehaltszahlung
  • Der Mitarbeiter hat Kalkulationssicherheit im gesamten Jahresverlauf
  • Der Mitarbeiter hat die Bonus Liquidität bereits unterjährig
  • Ein „mehr“ wird trotzdem rückwirkend durch den finalen Bonus belohnt!
  • „mehr“ und „besser“ führen zu höheren monatlichen Zahlungen im Folgejahr
Wenn ich dir jetzt noch mal die Eingangsfrage stelle, glaube ich ist deine Antwort b).** Es liegt in deiner Hand** – jeden Monat:)